Die Geschichte des Battletechuniversums Teil vier: Der vierte Nachfolgekrieg Teil 2 und der Krieg von 3039

Hallo,

heute besprechen wir den vierten Nachfolgekrieg (der zweite Teil) und der Krieg von 3039.

Danke an Olli und Hoshi für die Expertise.

Viel Spaß

3 thoughts on “Die Geschichte des Battletechuniversums Teil vier: Der vierte Nachfolgekrieg Teil 2 und der Krieg von 3039”

  1. Wieder ein sehr interessanter und unterhaltsamer Podcast.

    Ich hab aber noch ein paar kleine Anmerkungen zu machen.

    Black Widow Company/Bataillon:
    Da sind, glaube ich, die Clan-Einheiten-Strukturen etwas wild gemixt worden. Als die Black Widows ausgebaut wurden, wurden sie auf die Größe eines Sternhaufens/Cluster ausgebaut und nicht auf eine komplette Galaxie. Soweit ich gelesen habe bestand sie danach aus 3 Trinärsternen zu je 15 Mechs also 45 Mechs im Ganzen was einem verstärken IS-Bataillon entspricht.

    MWO-Mechmodelle:
    Das wesentliche Problem an der kommerziellen Verwendung von MWO-Mechs im analogen Spiel ist natürlich wieder die Lizenzverteilung. Weder der Block CGL/IWM noch HBS/PGI sind selbst IP-Inhaber sondern nur Lizenznehmer von Topps bzw. Microsoft. Daher müssten sich die beiden Rechteinhaber handelseinig werden damit PGI seine Mechmodelle an IWM weiterlizenzieren dürfte. Das ist auch der Grund warum HBS/PGI nicht mal selbst tätig werden können und die Modelle in Eigenregie als Mercendise vermarkten weil halt Topps genau daran die Rechte hält. Das mag in den Augen der Community immer eine Selbstverständlichkeit zu sein, dass sich sowas ja eigentlich schnell regeln lassen müsste. Aber ich denke das es auf den Prioritätslisten von Topps und Microsoft sehr weit unten rangiert und man evtl. auch überhaupt kein Interesse dran hat, dass irgendwie zu klären auch wenn die Lizenznehmer ggf. darauf drängen.

    Reboot:
    Ist sicherlich ein zweischneidiges Schwert aber es gibt auch in der alteingesessenen Community (deutsche wie amerikanische) genug Stimmen, die alles nach 3039 ablehnen und die Clans als größten Fehler FASAs proklamieren, der zu tilgen wäre. Ähnlich verhält es sich mit Jihad oder Dark Age wo es auch eine Menge Gegenstimmen gibt. Daher ist die zeitliche Progression der Lore nach Dark Age mit Shattered Fortress bzw. der IlClan Lore zwar ein nachvollziehbarer Ansatz von CGL aber er holt nicht alle BT-Fans ab bzw. trägt nicht dazu bei die Community wieder miteinander zu vereinen.

    Außerdem hat die Breitrüstung im Bezug auf diverse Waffen, Ausrüstung, Mechtypen/-versionen weder dem Spiel noch der Lore wirklich geholfen. Gerade die Post-Claninvasion-Tech ist komplett ausgeufert und im Vergleich zur 3025-Tech so völlig überpowert, dass jede Form von Balacing obsolet geworden ist. Auch macht die übergroße Anzahl an verschiedenen Mechtypen den Support mit Figuren schwierig bis unmöglich.

    Abgesehen davon ist die Lücke zwischen Lore und Spiel immer größer geworden. Der Kampf Mech vs Mech bzw. Lanze vs. Lanze ist in den Büchern nach der GDL-Trilogie schnell in den Hintergrund getreten obwohl das Spiel genau auf diesen Scale von Gefecht abzielt. Die Fähigkeit zur Skalierung ist extrem schwierig.

    Und das was in der Community gerne als Stärke des Systems hervorgehoben wird, dass sich das System seit über 30 Jahren kaum verändert hat, sieht man im restlichen Miniaturen-Spiel-Markt durchaus als Schwäche an weil es auf einen Mangel an Innovationskraft hindeutet.

    Für mich ist die nächste Evolutionsstufe der Regeln eigentlich überfällig, gerade um auch die Techspirale wieder in spielbare Bahnen zu lenken und das Spiel wieder in der Pick-up-Game-Ecke attraktiv zu machen. Dafür braucht es halt ein halbwegs vernünftiges Balancing und ein sinnvolles Punktesystem. Auch wäre ein sinnvolles Moralsystem auch für Mechpiloten wünschenswert um dieses Die in Place Syndrom zu beseitigen. Frische Ideen für Mechkämpfe sieht man ja in CAV: SO oder Heavy Gear. Nur ein Eimer frische Farbe wie einige in der Community denken, reicht meiner Meinung in dem mittlerweile viel härter umkämpften Tabletop/Brettspiel-Markt einfach nicht mehr aus.

    Und auch wenn man nicht die Story komplett rebooten sollte, wäre ein Umdenken im Bezug auf Umfang von Waffensystemen (Stichwort: sinnvoller/einzigartiger Verwendungszweck) und Mechtypen (sind 3500+ Mechs inkl. Varianten wirklich notwendig) wünschenswert.

    Außerdem muss man sich einfach mal Gedanken dazu machen, wohin man Neueinsteiger leiten möchte. Eine Menge potenzieller Neueinsteiger möchte lieber einer gegenwärtigen Zeitlinie folgen als sich nur mit historischen Begebenheiten auseinanderzusetzen, deren Ausgang schon feststeht. Und da sehe ich die zwiespältige Meinung über die Dark Age bzw. IlClan Lore innerhalb der Community als hinderlich.

    Da stellt sich die Frage ob ein ernsthafter Zeitsprung nach vorne auf ca. 3300 bis 3500 nicht die bessere Lösung wäre, weil es bestehendes Material nicht verändert aber die Lücke groß genug ist um das neue Setting geschichtlich vorzubereiten ohne das es wie bei Jihad und Dark Age an den Haaren herbeigezogen wirkt. Auch wären alle bisherigen Charaktere aus dem Setting getilgt, da sie auch eines natürlichen Todes hätten sterben können. Ein unverbrauchtes neues Setting bietet dann außerdem die Möglichkeit den Umfang an Technologie neu zu definieren und auch die Range an Mechs auf einen übersichtlichen Anteil zurückzufahren.

    1. Und bitte meinen letzten Absatz nicht falsch verstehen. Ich meine damit nicht eine Abrüstung wie nach dem Jihad sondern eine effiziente Rüstung und evtl. stärker auf die Omnimech Technologie ausgerichtet. Vordefinierte Basis-Chassis zum Beispiel pro Gewichtsklasse je ein schnelles, mittleres und langsames Grundmodell, die man dann entsprechend der Mission auf die eigene Bedürfnisse und Taktik anpassen kann, zum Beispiel:

      Das schnelle Modell ist leichter gepanzert, kann dafür aber mehr Waffen und Equipment aufnehmen und wird dadurch zu einer Glaskanone, die zwar fett austeilt aber Treffer vermeiden muss.

      Das mittlere Modell ist als Allroundtalent gedacht und hat mittlere Geschwindigkeit, mittlere Panzerung und mittlere Zuladung.

      Das schwere Modell wäre dann durch mehr Panzerung zwar ausdauernder im Bezug auf Nehmerqualitäten aber bezahlt dafür dann mit Geschwindigkeit und Zuladung. Ist dann halt der Tank bzw hilft bei der Area-Control und Missionsziel halten.

      Dazu gibt es dann halt modulare Loadouts, die dann für bestimmte Einsatzbereich bestimmt sind.

      Durch Bepunktung der verschiedenen Komponente bekommt man eine besseres Balancing zustande. Außerdem würde dadurch die Anzahl der mechs pro Fraktion überschaubarer werden. Das würde dem Support sicherlich helfen, die ganze Range von Figuren abzudecken.

    2. Für eine neue Evolutionsstufe bei den Regeln, möchte ich ein paar Ideen in den Raum werfen:

      Action/Reaction System:
      Würde den Spielfluss beschleunigen weil man Mechs komplett abhandeln könnte und würde auch die individuellen Skills der Mechkrieger stärker unterstreichen. Ein Elite Krieger agiert und reagiert schneller als ein Anfänger.

      W100 oder W20 Würfelsystem:
      W100 würde eine bessere Auflösung und Balancing der Modifikationen ermöglichen.

      W20 würde ich gedanklichen in Richtung Infinity entwickeln. Reduziert die Menge an zu werfenden Würfel und erleichtert damit gleichzeitiges werfen mehrer Attacken.

      Überarbeitung der Reichweiten-Modifikation:
      Die mittlere Reichweite sollte als Kerndistanz gelten. In dieser Reichweite würde ich die 0 ansiedeln. Auf halber Distanz (jetzt Short Range) würde ich einen Bonus auf den Trefferwurf sehen. Doppelt Kernreichweite ist dann lange und 3 fach ist extrem. Würde zum einen die Waffenprofile vereinfachen und die close quarter battle aufwerten und tödlicher machen.

      Verletzung des Piloten:
      Das muss meiner Ansicht nach mehr Gewicht bekommen. Aktuell kämpft ein verletzter Pilot genauso gut wie ein topfitter.

      Moralsystem:
      Wie schon erwähnt, halte ich die Einführung eines immer greifenden Moralsystems (als Grundregel) für notwendig. Für mich ist das die schreiende Unlogik, das sich ein Mechkriegeranwärter in einem Light Mech ohne mit der Wimper zu zucken von einem Assault Mech abschlachten lässt nur weil der Spieler das so will. Dieser Spieler-Avatar Ansatz bringt für mich den ganzen Simulationsgedanken von Battletech zum Einsturz. Da müssen einfach Moraltests rein um die Willkür des Spielers zu begrenzen. Es muss möglich sein Mechs mit Unterdrückungsfeuer zu belegen um sie in ihrer Effektivität zu behindern. Die Moral eines Mechkriegers sollte man auch brechen können so das er seinen Mech aufgibt oder das man die gegnerische Partei zum Rückzug zwingen kann ohne das man soviel Zerstörung anrichten muss wie beim Forced withdraw.

      Command and Control:
      Da würde ich mir eine stärkere Limitierung der Handlungsmöglichkeiten wünschen um die Kommandostruktur innerhalb einer Lanze und die Gefechtsituation mehr zu unterstreichen.

      Stärkere Profilierung der einzelnen Fraktionen:
      Die einzelnen Fraktionen mit ihren Eigenheiten müssen sich viel stärker im individuellen Spielstil wiederspiegeln. Begrenzungen in der Mechauswahl um den aktuellen Einheitsbrei aufzubrechen (Dauerausrede: ist ja Bergegut => Rosinen picken). Um das Balancing hoch zu halten, weg von kostenlose Boni (gemeint sind die speziellen Pilotenskills in Alpha Strike) wie in den aktuellen Regeln zu bestimmten Lanzenkombination (wie Battle Lance) und hin zu bepunketen, freischaltbaren Fähigkeiten wenn Lanzen bestimmte Kriterien entsprechen. Verteuerung von Mechmodellen/-varianten, die in der Fraktion nicht produziert werden.

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